Downsizing von Motoren bei Autos, Cars wie BMW Mercedes-Benz Volvo Ford
Downsizing von Motoren bei Autos, Cars wie BMW Mercedes-Benz Volvo Ford
Downsizing - Wieviel Auto muss denn sein?
Does Size Matter? - Ist die Größe entscheidend? Muss aus Repräsenationszwecken vor einem Hotel unbedingt ein Maybach als Gästelimousine stehen?
Die Autos werden immer größer und teurer. So ist ein 5er BMW inzwischen so groß wie ein 7er vor 5 Jahren, der neue 3er der 2012 das Licht der Konsumenten entdeckt fast so groß, optisch auf jeden Fall wie ein heutiger 5er.
Oder anders gesagt: Wer früher einen 3er gekauft hat, kann heute die gleiche Größe als 1er erhalten. Durch Ihr persönliches Downsizing, das den Autoherstellern garantiert nicht gefällt, können Sie ihre Budgets, egal ob privat oder im Unternehmen, die selten größer werden, effizient nutzen.
In der Autoindustrie gibt es zur Zeit zwei Strategien, die die neuen Modellreihen bekannter Automarken wie BMW, Mercedes-Benz, Volvo, Ford etc. bestimmen, einerseits werden die Modelle einer Baureihe von Jahr zu Jahr immer um einige Zentimeter größer und wuchtiger, andererseits macht der Begriff des Downsizing die Runde. Downsizing bei Automotoren bedeutet, dass der Hubraum des Motors verringert wird und damit der Spritverbrauch, ohne dass auf die Leistungsfähigkeit der modernen Motoren verzichtet werden muss. Das passiert entweder durch eine neue Generation von Turboladern oder per Kompressor, oder aus einer Kombination von beiden Techniken.
Die Gier des Verbrauchers und seine niedrigen Instinkte
Meist resultiert aus diesem Vorgehen jedoch nur eine marginale Energiersparnis, da der „Vorsprung durch einen reduzierten Hubraum“ dazu genutzt wird die PS Zahlen wieder hochzutreiben. Gier ist eine höchst menschliche Eigenschaft - und die schlägt sich nicht nur im Großen, wie auf dem Finanzmarkt, sondern auch im Kleinen, nämlich bei der Gier des Verbrauchers, des Autofans, der vornehmlich auf der IAA sich vor und in den Boliden und PS-Protzen der Autoindustrie aufhält, statt sich nach einem schönen, aber vernünftigen Auto umzuschauen. Potenzgehabe pur. Man kann sie „auf der freien Wildbahn“, der Autobahn beobachten: Ständig auf der Überholspur um die großspurige, aber unvernünftige Privat-Investition zu rechtfertigen. Benzinpreise können noch so hoch sein, das testosteronstimmulierte Stammhirn siegt. Für das Auto nur das Teuerste, und fürs Fressen wird dann beim Diskounter gekauft.
Wieviel Auto muss sein?
Aus welchem Zweck wird ein Wagen gekauft? Aus Prestigegründen ist es zugeben sehr verführerisch, ein modernes Straßenkreuzer zu fahren. Sehe ich die großen Firmenwagen von Firmenbossen wie die 7er BMWs, die Cayennes von Porsche oder noch schlimmer die Q7 von Audi hält mich wenig zurück, ähnlich wie die Pelztierschützer in den 70gern, mit einer Lacksprühflasche diese Dreckschleudern kenntlich zu machen. Ein Q7 hat einen CO2 Ausstoß von 294 Gramm pro Kilometer. Umweltschonende Autos liegen im Vergleich inzwischen bei 100 - 120 g. Wie arg muss ich meine Faust im Zaum halten, wenn ich so einen rücksichtslosen Umweltverschmutzer vor dem Bioladen einkaufen sehe?
Wer hat den größten Kleinen?
Eine Unsitte ist zudem, dass die Autos immer größer werden, so entspricht ein BMW 1er inzwischen der Größe eines BMW 3er vor 5 Jahren, ein Focus der vor ein paar Jahren die Größe eines heutigen Fiesta von Ford hatte, ist inzwischen zu einem fast doppelt so großen Straßenkreuzer „aufgestiegen“. A la longue resultiert pro „Facelift“ oder Modellerneuerung einer exorbitanten Preissteigerung im zweistelligen Bereich. So mancher Autoproduzent verliert da leicht die Orientierung und Besinnung im Größenrausch, immer im Hinterkopf dass es sich finanziell lohnt, die Triebe einiger Konsumenten zu befriedigen - und das Gros der Autonutzer sträflich zu vernachlässigen. Kann sich Marktforschung so irren? Beispiel ist der Volvo C30 der für 20.000 € in der Grundausstattung angeboten wird. Ein völlig überzogener Preis für einen „Kleinwagen“, der nicht mehr als 15.000 - 16.000 € kosten dürfte, damit man ihn „ernst“ nimmt. Den Autounternehmen wird nichts anderes übrig bleiben, als von ganz unten alle paar Jahre eine günstigen Modellvariante nachzuschieben, um die ursprünglichen Käuferschichten weiterhin „bedienen zu können“. Jedes siebte verkaufte Fahrzeug in Deutschland war 2010 übrigens ein SUV, für den es keine Existenzberechtigung gibt, nicht mal für einen landwirtschaftlichen Betrieb oder für einen Weinbauern, denn dort fährt man als Zweitwagen weder Ferrari noch Q7, dort fährt man einen Unimog - und der hat eben als wahres Nutzfahrzeug - in einem Agrarbetrieb seine notwendige Berechtigung.
Schöner Schein - wenig Tatsachen
Die Schuld lässt sich nicht alleine auf die Verbraucher schieben, nach dem Motto: Würde der Markt, sprich Verbraucher, nicht danach verlangen, würden wir es nicht produzieren. Wie schon Karl Valentin einmal gesagt hat: „Wir brauchen unsere Kinder nicht zu erziehen, sie machen uns sowieso alles nach. Will heißen: Beim Marketing geht es ja darum Bedürfnisse zu wecken. Bei den wenigsten Kampagnen geht es ehrlicherweise um Verbrauch und Umweltschutz, es werden immer noch hauptsächlich die Urinstinkte vor allen Dingen der männlichen Zielgruppen angesprochen nach Größe, Power, Schnelligkeit, Schnittigkeit. - Dafür gibt es aber jede Menge Green Washing bei der Autoindustrie, die nach und nach enttarnt werden, wie beispielsweise die Blue Motion „Aktion“ von VW. Oder auf die IFA werden regelmässig schöne umweltschonende Zukunftstechnologien in Form von Modellen vorgestellt, die nie in Serie gehen. Schöner Schein, wenig Tatsachen.
Die Feudalherrschaft der Autokonzerne - von der Dummheit des gemeinen Volkes profitieren.
Benziner sind teuer im Verbrauch - Diesel sind teuer in der Anschaffung. Ich würde wirklich gerne wissen, ob es teurer ist einen Dieselmotor zu bauen statt einen Benziner? Mit Sicherheit nicht. Im Schnitt ist ein Auto mit Dieselfahrzeug mindestens 2000,- € teurer als das Benzinfahrzeug mit der gleichen Leistung. Achtet ein umweltbewusster Autofahrer auf einen niedrigen Verbrauch (Dieselfahrzeuge haben im Schnitt etwa, ich spreche hier von Fahrzeugen in der Größe eines BMW 1er, einen 2 Liter niedrigeren Spritverbrauch als Diesel) wird er durch einen ca 2000 € teureren Kaufpreis bestraft. Heißt fährt man ca 20.000 Km pro Jahr, dann hat sich nach 3 Jahren erst eine Amortisation der Mehrkosten ergeben. Warum soll man ein Auto auch günstiger anbieten, wenn sich der Wagen trotzdem verkauft? Von der Dummheit der Menschen haben die barocken Feudalherren schon immer gut leben können - und können es noch.
Ein interessanter Bericht als Nachtrag aus der FTD anlässlich der Detroit Autoshow 2012:
Samstag, 22. Oktober 2011

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