Nicht effizient Benzin E10 Maisfelder vernichten Agrarlandschaft Ausduennung Boeden
Nicht effizient Benzin E10 Maisfelder vernichten Agrarlandschaft Ausduennung Boeden
Was in den Tank kommt macht nicht satt aber zornig
Bei der Einführung des Biosprits haben unsere Politiker uns immer Mexiko als leuchtendes Beispiel vor Augen gehalten. Dort fahren Autos seit Jahrzehnten bereits mir reinem Bioethanol, der in Deutschland ja nach der neuen E 10 Norm für Benzin bei „lediglich“ 10 % liegt.
Doch bereits vor der Einführung im Jahr 2007 gab es Schlagzeilen, die eigentlich unsere Politiker einige Jahre später vor der Einführung von E 10 hätten aufhorchen lassen müssen:
Mexiko ist in einer Tortilla-Kise. Der Biosprit Boom in den USA lässt den Mais in Mexiko knapp werden. Mehr Mais im Tank heißt auch mehr Hunger in Mexiko, da durch die Nachfrage nach Mais zur Ethanolverarbeitung den Preis des Getreides so stark anstiegen ließ, dass viele Mexikaner sich ihr Grundnahrungsmittel Nummer Eins nicht mehr leisten können.
Ausgewiesen ist inzwischen dass 1 Milliarde Menschen an Hunger leiden, oder anders: Das ist jeder 7 Mensch. Bereits Anfang 2008 warnte das Welternährungsprogramm, das die Produktion von Biosprit die immer höhere Futtermittel-Nachfrage für den Ausfall von Ernten und die Fleischproduktion für Kunden in reicheren Nationen durch den Klimawandel zu hohen Nahrungsmittelpreisen und mehr Hunger führen.
Der Grund für die Einführung des Biosprits, ob E 10 oder Biodiesel, ist nicht der Umweltgedanke. Hauptziel dieser Energiepolitik ist es, das Land unabhängiger von fossilen Brennstoffen und so Energiesicherheit zu erreichen. Natürlich spielen nebenbei auch die Reduktion von Treibhausgasen und Schadstoffemissionen eine Rolle.
Demgegenüber und oft verschwiegen wird allerdings die Abholzung von Wäldern um Maisfelder anzulegen. Die Verwendung von Pestiziden, Düngemitteln und Wasser, und dadurch einhergehend oft eine Verunreinigung des Grundwassers. Inzwischen werden auch genveränderte Maissorten angebaut speziell um den Ertrag des „Bioethanols“ zu steigern. In Deutschland wird zudem Bioethanol hauptsächlich aus Weizen, Roggen und Zuckerrüben hergestellt, was die Sache auch nicht besser macht.
Wenn überhaupt Biomasse zur Erzeugung von Energie herangezogen werde, so Wissenschaftler, die sich mit der Thematik befasst haben sollte man Strom daraus gewinnen und Elektrofahrzeuge damit betanken. So würde man mit der gleichen Fläche an Ethanol Nutzpflanzen mit Elektrofahrzeugen 80 % mehr Kilometer erreichen als mit der Benzin-Ethanol-Mischung in herkömmlichen Verbrennungsmotoren.
Dienstag, 17. Januar 2012
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