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Frühjahr im Wald und hoch über Tälern
Es ist Ende April. Es war der wärmste April seit Jahren, das Wetter änderte sich abrupt. Es hat zwei Tage und zwei Nächte geregnet. Heute scheint die Sonne wieder. Es ist Sonntag. 10 Uhr morgens. Gut ausgerüstet mit Trekkingschuhen geht es erst auf bepflasterter Straße einer Anhöhe entgegen. Die Straße ist noch feucht. Auf den Wiesen hat sich, durch das schöne Wetter der vorangegangenen Wochen, Löwenzahn, Sauerampfer, Wiesenkraut und Huflattisch ganz breit gemacht. Hirschkäfer überqueren Wege. Wildwachsende Kirschbäume und Linden blühen und duften mitten im Nadel- und Laubmischwald. Am Straßenrand sieht man die Arbeit der Forstarbeiter der letzten Schönwettertage - gefällte Bäume. Sonntagswanderer nehmen Abkürzungen über hüftbreite Pfade durchs Dickicht. Der Duft des frisch gesägten Holzes mischt sich wohltuend und balsamisch mit den Blütendüften. Viel mehr braucht ein Lohas kaum.
Einkehr für Lohas - ein gedeckter Tisch
Am Ende eines zweistündigen Marsches über Berghöhen und schon etwas erschöpft, öffnet sich plötzlich eine lichte Weite den Blick auf eine Szenerie freigebend: Hoch oben ein Gasthaus mit weiss gedeckten Tischen, der Wind spielt mit den Servietten. Es ist noch nicht Mittag aber die ersten Gäste sind bereits da. Ein Vater mit zweijährigem Sohn und großem Rucksack. Hat er seinen Sohn auf seiner Trekking-Tour dabei? An einem anderen Tisch sitzt ein Päärchen mit dem Rücken zur Schloßmauer. Rechts daneben der untere Teil eines alten Küchenbuffets. Drauf stehen 2 kleine Blecheimer mit Utensilien gefüllt die man für das Mis-en-Place benötigt, Servietten und Besteck, Zuckertütchen. Salz- und Pfefferstreuer. Eine Dame steht noch unschlüssig da, studiert die Speisekarte. Ein Strauss Rosmarin steht auf einem Fenstersims. Es ist 24 Grad warm und die Sonne scheint. Hier ruht und ißt man gerne. Der Rückmarsch kann warten.
Frühjahr und Herbst an der Ostsee
Zeit und Ruhe sich selbst zu finden. Das gelingt nur jenseits hektischen Sommertreibens. Es macht Freude zu ungewöhnlichen Zeiten Urlaubsstimmungen aufzunehmen, zu genießen und wiederzugeben. Man trifft wenige Menschen, mit diesen lässt sich trefflich plaudern - wenn man denn so will. Lohas - glückliches Leben.
Nutzen Sie einen schönen sonnigen Frühjahrstag für die Anreise mit dem Auto oder der Bahn, egal von welchem Punkt Deutschland aus, die Distanz ist kürzer als man denkt. Die Vorfreude macht einige Stunden wett. Ob Nordsee oder als Geheimtipp die Ostsee rund um Rostock und Graal-Müritz. Buchen Sie ein gemütliches "cosy" Hotel, machen Sie ausgedehnte Strandspaziergänge schon morgens und kehren Sie mittags in einem der kleinen heimischen, in Strandnähe gelegenen Restaurants ein. Die Hosentaschen sind gefüllt mit Strandgut wie Muscheln, einem bunten Algenpotpurri, von den Wellnen glatt geschliffenen Steinen. Kann es besser gehen?
Lohas Urlaub in der Toscana • Süßes Nichtstun • Podere Riparbella
Veronica Malzacher und ihren Mann Christian hatte ich auf der Biofach 2009 in Nürnberg kennengelernt wo sie ihre Weine präsentierten. Bei einem ordentlichen Probeschlückchen erfuhr ich dann mehr über den Hof Podere Riparbella. Urlaub auf de Bio Bauernhof ist ein weiteres Thema, denn das bieten die beiden fast rund ums Jahr an. Der Bauernhof liegt im Süden der Toscana, nahe dem Städtchen Massa Marittima und bei schönem Wetter kann man sogar bis zur Insel Elba schauen. Wenn Sie einen wirklich kurzweiligen Urlaub in der Toscana verbringen und dabei viel erleben wollen, dann schauen Sie sich das Programm an. Ob Wein- und Architektur Sie interessieren, einen Kochkurs mit Veronica absolvieren möchten über mehrere Tage, oder zu Fuß unterwegs in der Maremma. Es ist ein ehemaliges Sumpfgebiet in dem heute der Tourismus blüht. Die Weine der Maremma sind "schwer" im Kommen. Die seit Jahrhunderten dort ansässigen Winzer haben sich inzwischen alle Flächen gesichert um qualitativ hochwertige Weine zu produzieren. Mehr Infos über den Lohasurlaub
Kirschen ernten im Schwarzwald
Man erzählt sich hier unter den Insidern im Badischen, dass die berühmtesten Kirschen für eine gewissen Praline nicht aus dem Piemont kommen, sondern aus der Gegend um Baden-Baden und Sasbachwalden. Was liebe Werbestrategen wäre so falsch daran die Wahrheit auch offiziell kundzutun, zumal die besten Kirschen der Welt eben nicht in Italien wachsen, sondern eben hier bei uns!
Und da sind wir stolz drauf. Ende Juni kann man den Bauern bei der Kirschernte hier überall zuschauen. Ein wenig erinnert es an die Olivenernte in Südfrankreich. Zuerst werden Netze oder Planen unter den Kirschbäumen verteilt und dann werden die Bäume kräftigst gerüttelt. Dann werden die Kirschen sortiert, die schönsten kommen auf den Markt, mit den anderen wird eine Maische angesetzt und im Winter, wenn Muße dazu ist, aus der Kirschmaische das Schwarzwälder Kirschwasser gebrannt.
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