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Die Ölkatastrophe im Golf von Mexico und Obamas „point of view“
Wie immer erstaunlich wie sowohl die amerikanische Bevölkerung mit der durch BP verursachte Katastrophe umgeht, „what‘s in their mind“ und welche Konsequenzen Obama, auf dem so viele Hoffnungen ruhten, daraus zieht.
Wenn man regelmässig den Miami Herald oder die New York Times liest bekommt man den Eindruck, dass die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko in Europa, zumindest in Deutschland unverhältnismässig mehr Schlagzeilen macht als in den USA, wenn man vielleicht von den Gazetten der jetzt direkt betroffenen Bundesstaaten einmal absieht. Man denkt vielleicht nach dem Florians Prinzip: Gott verschone mein Haus, zünd andere an?
Denke dass gerade Leute in Florida gar nicht wahrhaben wollen, dass sie voraussichtlich die nächsten sind, die mit ölverdreckten Stränden und einem Rückgang des Tourismus, der neben der Geldwäscherei der mittelamerikanischen Drogenbaronen, die wichtigste Einnahmequelle dieses Bundesstaates ist.
Niemand kommt auf die Idee über eine Abkehr vom Massenkonsum von Energie nachzudenken, um so den Bedarf der USA an Ölprodukten zu senken. Man will locker drauf weiter klimatisieren, mit großen SUVs fahren, und die Natur ausbeuten.
Auch die Umkehr zu alternativen Energieformen wie Wasser- und Windkraftwerke, kein Gedanke wird daran verschwendet. Statt dessen, damit es bloss niemandem weh tut will Obama auch wieder verstärkt Kernkraftwerke bauen.
Nichts dazugelernt? Muss jetzt erst noch ein Kernkraftwerk in die Luft gehen, bevor eine Gesellschaft die sich zur freien Verschwendung, zum uneingeschränkten Kapitalismus selbst verpflichtet hat mit dem Nachdenken beginnt?
Hier noch ein paar Bilder zur Mahnung: Boston.blog: Cought in the oil
Und hier noch ein Artikel der einige Tage nach meinem Post in der Süddeutschen erschien: Wir alle sind BP.
Donnerstag, 3. Juni 2010